KI-BEITRAG NR: 20 HÄUFIGE MISSVERSTÄNDNISSE RUND UM DEN EINSATZ VON KI IM UNTERNEHMEN

Künstliche Intelligenz bietet viele Möglichkeiten, gerade auch bei dem Einsatz in einem Unternehmen. Die KI kann Prozesse effizienter gestalten, Daten analysieren und zusammenfassen und Beschäftigte entlasten. Dabei sollte man sich aber auch bewusst sein, dass die KI nicht immer die Lösung für alles ist und nicht immer alle Erwartungen in der Praxis erfüllen kann. Aus diesem Grund schauen wir uns in unserem heutigen Beitrag einige Missverständnisse an, die uns im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI immer wieder begegnen.

1. „Die KI weiß alles und liefert immer richtige Antworten“

Wichtig ist es, daran zu denken, dass eine KI keine „echte“ Intelligenz hat und nur so viel „wissen“ kann, wie es ihre Trainingsdaten hergeben. Die KI liefert Ergebnisse aufgrund von Algorithmen und Statistiken und nicht, weil sie ein echtes Verständnis besitzt. Einer KI können daher oft Fehler passieren, sie ist aber gleichzeitig in der Lage, diese falschen Informationen überzeugend als Fakt darzustellen. Daher gilt: Ergebnisse sind immer kritisch zu prüfen und zu hinterfragen.

2. „Durch den Einsatz von KI sparen wir automatisch Zeit und Kosten“

Nicht jeder Einsatz einer KI führt direkt zu mehr Effizienz. Neben der eigentlichen Nutzung der KI entstehen Aufwände für Schulungen, Qualitätskontrollen, Datenschutz und die Integration der KI in bestehende Prozesse. Entscheidend ist, ob die Nutzung der KI einen messbaren Mehrwert im Arbeitsalltag bietet.

3. „Jeder kann KI ohne weitere Vorbereitung sinnvoll nutzen“

Viele KI-Werkzeuge sind leicht zugänglich. Gute Ergebnisse setzen jedoch voraus, dass Anwender klare Aufgaben formulieren und ausreichend Kontext z.B. in den Prompts bereitstellen. Ergebnisse müssen zudem kritisch bewertet werden können. Gezielte Schulungen und praktische Erfahrung sind daher wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von KI-System im Unternehmen.

4. „KI-Systeme von bekannten Anbietern sind immer sicher“

Jedes KI-System, das genutzt werden soll, muss überprüft werden, sowohl in rechtlicher Hinsicht (Können die Vorgaben u.a. aus der KI-Verordnung und der DSGVO auch durch den Anbieter eingehalten werden?) als auch in technischer Sicht (Können ausreichende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Unternehmensdaten eingerichtet werden?). Allein, weil ein Anbieter eines KI-Systems bekannt ist und von vielen genutzt wird, bedeutet nicht automatisch, dass es sich um das sicherste KI-System handelt. Zu berücksichtigen sind dabei auch die unterschiedlichen Rechtslagen, etwa wenn der Anbieter des KI-Systems seinen Sitz außerhalb der EU hat.

5. „KI kann jede Aufgabe übernehmen“

Nicht jedes KI-System ist dazu geeignet, jede Aufgabe zu übernehmen. Wichtig ist es daher, sich vor der Einführung einer KI damit auseinanderzusetzen, in welchen Bereichen eine KI unterstützen soll und unterstützen kann. Auf dieser Grundlage sollte dann die Auswahl eines dafür passenden KI-Systems erfolgen.

6. „Die Einführung der KI ist ausschließlich eine IT-Angelegenheit“

Dass die Einführung eines KI-Systems natürlich eine IT-Angelegenheit ist, dürfte unstreitig sein. Zu beachten ist jedoch, dass auch viele andere Bereiche in die Einführung der KI eingebunden werden müssen. Schließlich muss sichergestellt werden, dass der Einsatz der KI den rechtlichen Anforderungen entspricht und die KI damit zulässig eingesetzt werden kann. Darüber hinaus entsteht auch ein organisatorischer Aufwand: Es müssen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten festgelegt werden, Arbeitsabläufe angepasst werden, Regelungen festgelegt und Schulungen durchgeführt werden. Dabei ist eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche unerlässlich.